Typische Fehler bei Erklärvideos – und wie du sie vermeidest
Viele Erklärvideos scheitern nicht an der Animation, sondern an Fehlern in Konzept, Struktur oder Zielgruppenansprache. In diesem Beitrag zeigen wir die häufigsten Stolpersteine – und wie du sie vermeiden kannst.

Ein Erklärvideo kann komplexe Themen verständlich machen, Vertrauen schaffen und deine Kommunikation stärken. Doch nicht jedes Video erreicht dieses Ziel.
Viele Erklärvideos scheitern nicht an der Animation oder am Design. Sondern an grundlegenden Fehlern in Konzept, Inhalt oder Struktur.
Die gute Nachricht: Die meisten dieser Fehler lassen sich vermeiden. Wer ein Erklärvideo erstellen oder erstellen lassen möchte, sollte diese Punkte bereits zu Beginn berücksichtigen.
Fehler 1: Zu viel auf einmal erklären wollen
Einer der häufigsten Fehler ist der Versuch, alles in ein einziges Video zu packen.
Produkteigenschaften. Unternehmensgeschichte. Dienstleistungen. Prozesse. Vorteile. Oft soll alles gleichzeitig vermittelt werden.
Je mehr Inhalte untergebracht werden sollen, desto schwieriger wird es für die Zuschauer:innen, den roten Faden zu erkennen.
Ein gutes Erklärvideo konzentriert sich auf eine zentrale Botschaft. Alles andere ist zweitrangig.
Fehler 2: Die Zielgruppe nicht klar definieren
Ein Video kann nicht für alle gleichzeitig funktionieren.
Deshalb sollte zu Beginn klar sein:
· Wer schaut das Video?
· Welches Vorwissen ist vorhanden?
· Welche Fragen sollen beantwortet werden?
Ein Erklärvideo für Fachpersonen sieht anders aus als ein Video für potenzielle Neukund:innen.
Je genauer die Zielgruppe definiert ist, desto verständlicher wird das Ergebnis.
Fehler 3: Zu komplizierte Sprache
Viele Unternehmen kennen ihre Themen so gut, dass sie unbewusst Fachbegriffe verwenden.
Für die Zielgruppe sind diese Begriffe jedoch oft nicht selbstverständlich.
Ein gutes Erklärvideo vereinfacht nicht den Inhalt – sondern die Sprache.
Komplexe Themen dürfen komplex sein. Die Erklärung sollte es nicht sein.
Fehler 4: Design ohne Strategie
Ein schönes Video allein reicht nicht aus.
Farben, Illustrationen und Animationen sollten die Botschaft unterstützen – nicht davon ablenken.
Gutes Design schafft Orientierung. Es hilft dabei, Informationen schneller zu verstehen und Inhalte im Gedächtnis zu behalten.
Deshalb beginnt ein gutes Erklärvideo nicht mit der Animation, sondern mit dem Konzept.
Fehler 5: Zu wenig Emotion
Verständlichkeit ist wichtig. Aufmerksamkeit aber auch.
Menschen erinnern sich selten an Fakten allein. Sie erinnern sich an Geschichten, Bilder und Gefühle.
Deshalb darf auch ein animiertes Erklärvideo Persönlichkeit zeigen.
Storytelling, Bildsprache und Rhythmus sorgen dafür, dass Inhalte nicht nur verstanden, sondern auch erinnert werden.
Fehler 6: Das Video wird zu selten eingesetzt
Ein Erklärvideo ist kein Projekt für die Schublade.
Viele Unternehmen veröffentlichen ihr Video einmal auf der Website – und nutzen es danach kaum noch.
Dabei lässt sich ein gutes Erklärvideo vielseitig einsetzen:
· auf der Website
· auf LinkedIn
· in Präsentationen
· im Vertrieb
· für Schulungen oder Onboarding
Oft entsteht aus einem Video ein ganzer Pool an Inhalten.
Qualität entsteht vor der Animation
Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass die Animation der wichtigste Teil eines Erklärvideos sei.
In Wahrheit entscheidet sich der Erfolg meist schon vorher.
Ein klarer Aufbau, eine verständliche Botschaft und eine saubere Zielgruppenanalyse haben oft mehr Einfluss auf die Wirkung als jeder Animationseffekt.
Fazit: Gute Erklärvideos entstehen nicht zufällig
Die meisten Probleme entstehen lange vor der Produktion.
Wer ein Erklärvideo erstellen lassen möchte, sollte Zielgruppe, Botschaft und Struktur sorgfältig definieren. So entsteht die beste Grundlage für ein erfolgreiches Video.
Ein gutes Erklärvideo erklärt nicht nur.
Es macht Komplexes verständlich, bleibt im Kopf – und unterstützt deine Kommunikation langfristig.

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